Posted by:
christoph sieber
1 Kommentare
Categories:
Gewinnen,
Mentaltraining,
Seminar,
Vortrag,
Workshop
Posted by:
christoph sieber
1 Kommentare
Categories:
Gewinnen,
Mentaltraining,
Seminar,
Vortrag,
Workshop
Heute wurden in der Wiener Champions Bar heimische Medienvertreter über die Gründung einer Vereinigung der österreichischen Olympiasieger und Sportlegenden im Rahmen einer Pressekonferenz informiert.
Peter Seisenbacher, Emese Hunyady, Michael Hadschieff, Hans Enn und ich wurden von Jo Metzger anmoderiert und präsentierten zum einen die Petition an Karl Stoss, die unseren Wunschkatalog an das ÖOC darstellt und bereits von zahlreichen Sportlern wie Maier, Innauer, Vettori, Klammer, Götschl, Prock, Krankl, Muster, Dorfmeister, Hagara, Steinacher, Appelt, Neuner und Tagwerker unterzeichnet wurde.
Zum anderen erläuterten wir unseren Wunsch, dass es in Zukunft auch eine österreichische Athleten Kommission geben soll, wie sie im Internationalen Olympischen Comité bereits seit Jahrzehnten besteht, Beirat ist und Mitspracherecht hat.
Unser Beweggrund ist vor allem, dass der österreichische Sport unter seinem antiken und parteipolitisch durchzogenen System leidet, in dem oftmals vernünftige Entscheidungen Mangelwahre sind. In diesem Sumpf der Funktionäre und Machtspiele wollen wir ein Leuchtfeuer der Vernunft und des Realitätsbezuges sein.
Während es im IOC und in großen Sportnationen normal ist, dass das Wissen und die Kompetenz von Sportgrößen konsultiert und in Prozessen der Entscheidungsfindung eingebunden werden, so wurden bisher heimische Athleten nach Erfolgen von den momentan im Amt sitzenden Politikern zum Aufpolieren ihres eigenen Glanzes genutzt und mit einem Dankeschön entlassen und das war es dann.
Wir wollen niemand etwas wegnehmen, stellen auch keine Forderungen bei der Besetzung von Gremien und bezweifeln auch nicht, dass es auch Funktionäre gibt, die gute Arbeit leisten, stellen aber fest, dass mit unserer Meinung und Stimme in Zukunft zu rechnen sein wird.
„Gemeinsam sind wir stark!“ sagte eine Kaffeebohne zur anderen.
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
Athleten Kommission,
Olympiasieger,
Petition,
ÖOC
Unter dem Thema „Lernen aus Niederlagen – nur eine These?“ fand eine Podiumsdiskussion in Redoutensaal der Wiener Hofburg statt, an der auch ich als Diskutant teilnahm. Die weitere Besetzung bestand aus Frau Goldmann (Coach und Trainer), der Wiener Polizeivizepräsidentin Pfeifenberger und Hannes Jagerhofer. Diskussionsleiter war Gerd Prechtl.
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
Beratertag,
WKO
Oh die bösen Doper, diese Betrüger, Schwindler, Scharlatane. Diese Abgrund tief verabscheubaren "Undividuen", diese Antichristen unseres Abendlandes, die unser „täglich Brot“ verwandeln in: „Gebe ich mir meine täglich Droge heute, um zu verbessern meine Leistung morgen!“ Diese …diese Spritzensportler, die nur um sich zu bereichern am Sieg, um sich die schönsten Frauen zu stehlen, womöglich noch Politiker werden, um sich künstlich hoch zu spielen, aus ihren Abgründen, die sich einfach mit brachialischer Willensgewalt, Körper und Leben verachtendem und allgemein völlig unverständlichem Maso- und Sadismus an ihre Spitze kämpfen, die es wagen vorzustehen, gerader, steifer, stärker, ausdauernder als wir alle – die, die vorgeben die Gesunden, Sauberen, Disziplinierten, Kräftigen, Unerschütterlichen, Durchhaltenden, Aufrechten, Makellosen zu sein – die, ja gerade die dopen, betrügen, schwindeln!!! Diese Schweine, diese Verräter meiner intimsten, aufrichtigsten, mir selbst gut gemeinten Träume.
„Ich war du in meinem Traum – doch auch so kommst du mir recht!“ Du „Auf ihn zeigt MAN mit dem Finger“ du, du Lügner, Betrüger, Abschaum der gerechten Gesellschaft, du Tretender, Lang- und normal Laufender, Hebender, über Hürden Stolpernder und sich sonst irgendwie bewegender Verräter – die Schwimmer sind durchs Wasser bedingt sowieso sauber – du bist mir gerade recht. Eingesperrt gehörst du, getreten und verächtet – viel mehr als ich. Enterbt, entehrt, verachtet – um mich hoch zu heben, leben. Ja – auf dich zeige ich jetzt mit dem Finger – gerade recht kommst du mir – fühl ich mich doch besser so. Sollte ich das etwa nicht?? Bin ich doch sauber. Ja! Sauber bin ich doch. Tu meine Arbeit tun. Ja - habe meine Freunde. Trinken Bier und Schnaps und Wein, rauchen unsre Zigaretten und die Lustigen, ein Näschen zum Geburtstag oder zwei – was ist das schon. Ich tu ja eh meine Arbeit tun. Im Beruf da komm ich weiter, steige über andere wenn es geht, rede sie schon mal schlecht – aber sind sie ja auch – die Konkurrenz machen wir fertig, hängen ja Arbeitsplätze dran – bei uns...äh…was auch immer.
Unser System funktioniert, für ziemlich lange Zeit schon, zumindest bis vor kurzem noch, aber das kapier ich eh noch immer nicht so genau. Jedenfalls funktioniert es noch für mich. Zahle meine Raten, wie ist egal, anschaffen muss ich, dann ist sie zufrieden. Bin ich doch auch nur ein Sklave der Umstände, erfülle meine Verpflichtung. Bin angesehen dadurch, bei Partner, Freunden, Kollegen und Relevanten – und auf keinem Podium. Und jetzt kommst du und lässt dich erwischen. Ich bin du in meinem Traum und jetzt tust du mir das an, setzt mir den Spiegel vor, wagst es durch deine Dummheit mich bloßzustellen, mich, meine Freunde, meine Kollegen, uns alle – das heilige System! Nein! So nicht! Mit dem stinkenden Finger zeige ich auf dich – und gewaschen ist er dann in Unschuld. Ich nicht! Nicht mit mir! Ich bin sauber! Und lasse lieber die Augen zu. Zum Glück gibt's noch die Segler.
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
doping
Zwei Wochen voller sportlicher Unterhaltung der Extraklasse gehen zu Ende. Großartige Leistungen und herbe Enttäuschungen hielten uns bei Laune. Alles lief ziemlich planmäßig ab. Ein paar gedopte Menschen und Pferde waren zu erwarten. Ansonsten erstrahlte nicht nur Peking in Glanz und Sauberkeit, auch die sportlichen Wettkämpfe waren so, wie sie zu sein haben. Insbesondere die Olympischen Athleten ließen sich offenbar von der chinesischen Disziplin anstecken, hielten sich strickt an die Regeln, wuschen ihre Hände in Unschuld und machten bis jetzt von ihrem Recht Gebrauch, sich voll und ganz auf ihre sportliche Leistung zu konzentrieren.
Kein Zeichen des Protests, keine Schleifen oder besondere Handhaltungen, noch sonst eine solidarische Geste waren zu beobachten, die in irgendeiner Weise an die völkerrechtlichen Grausamkeiten erinnert hätten, deretwegen doch das ganze große Spiel im Vorfeld sogar gänzlich in Frage gestellt wurde. Dafür gibt es nur drei Möglichkeiten: Die Sportler sind allesamt weltfremde, rückgradlose Egozentriker. Oder die chinesischen Bildproduzenten machten ihren Job der Zensurierung unmerklich gut (abgesehen von plötzlichen Bildunschärfen, z. B. als die Italiener zur Eröffnungsfeier einmarschierten). Oder die Einschüchterungen der Athleten durch das IOC waren diktatorisch erfolgreich.
Was es auch gewesen sein mag. Es gilt zu hoffen, daß diese Olympischen Spiele China einen großen Schritt näher an die Vision von freiem Denken und Leben bringen. Es war ein pompöses und beeindruckendes Fest für Athleten und Zuseher. Von Zufriedenheit kommt aber kein Fortschritt.
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
China,
Olympische Spiele,
Peking
Einen langen Atem beweisen immer wieder die Segler, nicht der Wind in der acht Millionen Kleinstadt Qingdao. Da jedes Revier seine speziellen Eigenheiten hat, bereiten sich die Olympiaaspiranten schon jahrelang vor dem alles entscheidenden Wettkampf vor Ort vor, um zum Zeitpunkt X die variablen Verhältnisse voraussagen zu können. Wellen, Strömungen und der Wind, der nur einmal, beim Medalrace der 49er Klasse kräftig hustete.
Etliche chinesische Trainingslager der österreichischen Segelarmada in den letzten Jahren waren eine gute Vorbereitung und Ausdauerleistung, an der es nicht lag, daß sie ohne Medaille heimkehren müssen. Es gibt keine bessere Erklärung, als daß im Segelsport einfach alles möglich ist. Keine andere olympische Disziplin bietet eine derart große Komplexität der Aufgabenstellung und der beteiligten Faktoren.
Auffallend ist, nicht nur im Segeln, daß Athleten, die vier Jahre altes Edelmetall in der Tasche haben, es durchwegs schwierig finden, den Erfolg zu wiederholen. Dies bringt uns, trotz aller Komplexität, wieder zu einem, klar definierbaren leistungsentscheidenden Aspekt – der mentalen Vorbereitung.
Egal was alles am Erfolg beteiligt ist, entscheidend ist am Ende immer der lange Atem der Gedanken und Emotionen.
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
China,
Olympische Spiele,
Peking,
Segeln
Sport ist Lebensschule, oder sollte das zumindest sein. Nicht nur die Athleten selbst können aus ihrer Karriere des zielstrebigen Arbeitens eine Menge Qualitäten und Werten schöpfen und sich einüben, um daran persönlich zu wachsen. Auch die Zuseher haben die Möglichkeit, sich die eine oder andere Verhaltensweise abzusehen, wenn Menschen in Extremsituationen brillieren oder verlieren.
Von den bekannten, wünschenswerten und natürlich auch nicht immer vorhandenen Eigenschaften der olympischen Sportler wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fairneß, mentale Stabilität, etc. sticht eine hervor, die am einfachsten zu verstehen und möglicherweise auch die wichtigste ist – die Ehre. Schon unseren Kleinkindern versuchen wir das Verlieren beizubringen, da das Siegen ganz gut von alleine funktioniert. Daß es für Erwachsene immer noch schwierig, aber sehr wohl machbar ist, zeigte gestern der amerikanischer Sprinter Wallace Spearmon auf beieindruckende Art und Weise.
Mitten im Jubel über seine Bronze Medaille hinter dem unglaublichen Usain Bolt erfuhr er von seiner Disqualifikation wegen Übertretung. Er versank aber nicht im Boden sondern schritt mit deutlich erhobenem Haupt von dannen. Jubilierend siegen können die meisten, derart ehrenhaft zu verlieren aber nur wenige. Eine Regel fürs Leben: Laß niemals den Kopf hängen!
Posted by:
christoph sieber
0
Kommentare
Categories:
China,
Lebensschule,
Olympische Spiele,
Peking
Ocean Mist theme by Ed Merritt | Blogger Templates by Blogcrowds